Am 20. und 21. Mai findet an der Universität Tübingen die Tagung Lernen in und durch Jugendkulturelle Praktiken - Diskurse, Positionierungen, Aushandlungen statt.
"Mit und durch jugendkulturelle Praktiken gestalten junge Menschen ihre Lebenswelten. In der Aneignung von Symbolen, Stilen, Medien und Räumen entstehen Formen der Selbst- und Fremdpositionierung, der Zugehörigkeit und der Wissensproduktion. Solche Praktiken vollziehen sich häufig jenseits formaler Bildungsinstitutionen und insbesondere in Peergroups als wichtige Kontexte
jugendkulturellen Lernens.
Lernen erscheint dabei als verkörperte und relationale Praxis, die sich in materiellen, sozialen und postdigitalen Umwelten entfaltet. Die Betrachtung von jugendkulturellen Praktiken eröffnet Fragen nach Anerkennung und Nicht-Anerkennung, Zugehörigkeit und Macht. Zugleich berührt sie gesellschaftliche Diskurse über Politik, Partizipation sowie soziale Gerechtigkeit und steht damit in einem spannungsreichen Verhältnis zu pädagogischen Kontexten und Ansprüchen Erwachsener auf Deutungsmacht.
In der Tagung richten wir den Blick auf Lernprozesse in und durch jugendkulturelle Praktiken. Im Zentrum steht, wie Wissen, Zugehörigkeit und Identität in solchen Praktiken hervorgebracht werden. Ebenso betrachten wir, wie junge Menschen urbane, ländliche und postdigitale Räume aneignen und welche Spannungen zwischen jugendkulturellen und pädagogischen Logiken dabei entstehen. Aus unterschiedlichen interdisziplinären Perspektiven diskutieren wir theoretische sowie empirische Zugänge aus Jugendforschung, Bildungsund Kulturwissenschaft, Sozialpädagogik sowie angrenzenden Feldern."
Die Anmeldung erfolgt über lejupra.conf2026@ife.uni-tuebingen.de.